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Montag, 18. Februar 2013

Kalenderblatt 130218: Mir fällt heute kein Titel ein

Mo 18.2.13
Union will Mindestlohn noch vor der Wahl.
Todesbahn, vom Rathenaudenkmal aus
Überflüssig zu erwähnen, daß die fdp dagegen ist. Wird Zeit, daß die verschwinden. Im Kern gehts dieser Pressure Group namens fdp doch letztlich um die Abschaffung des staatlichen Eingreifens, damit der Markt frei walten könne. Das bedeutet aber im Endeffekt nur, daß ausschließlich der Stärkere bzw. der Stärkste dann noch walten wird - wenn nicht vorher eingegriffen, d.h. reguliert wird. Die derzeit laufende Finanzkrise war nur möglich auf einem un- bzw. dereguliertem Markt. Aber schon geschickt von der cdu, der SPD ein weiteres Wahlkampfthema zu klauen.

ruhigstes Winterwetter in der Rehberge mit Lotti

Walter ...
Ein Nachtrag zum vorgestrigen 'Kalenderblatt 130216' über den Rathenau-Brunnen. Neben dem Brunnen wurden auch die ursprünglich an der Stirnseite der Treppenanlage des Rathenau Denkmals befindlichen und von den Nazis entfernten Portraits von Emil und Walter Rathenau 1987 als Rekonstruktion wieder angebracht.


und Emil Rathenau
Ich bin mit Lotti heute extra noch mal hin, - zuvor ein kurzer Blick über die Todesbahn die auslaufende Sicheldüne hinunter -  und fand die Bronzereliefs der Rathenaus umgeben von nervenden Graffitis. Immerhin, die Portraits selbst sind unbesprüht.



Samstag, 20. August 2011

Wahlwerbung 04 - Die voraussichtlichen Wahl-Kampf-Sieger

Das ist aber sehr vorsorglich gedacht von der SPD, daß sie ihre Groß-Wahlplakate austauscht. Nun blickt mir nicht mehr diese Frau vom Schluß des vorangegangenen Posts ins Fenster, sondern ...


 Ja da hab ich erst etwas gestutzt. Ist das in der Mitte ein Druckfehler oder falsch geklebt oder ein Stück herausgerissen. M. kam dann drauf, daß das Schnappi ist, das als Handpuppe von einem selig lächelnden Kind geführt Wowie in die Nase beißt. Das ist schon liab.

Ab jetzt also wohl nur noch Wowie. Und es wird den Umfragen nach auch locker reichen für die SPD, zumindest stärkste Partei zu werden. Die Wahlergebnisarithmetik könnte allerdings noch für wilde Konstellationen sorgen.

Langsam nehme ich die Wahlplakatstrecken an den Straßen nicht mehr wahr. Gut so, daß das Gehirn einfach mit Ignorieren reagiert auf reizlose optische Dauerbehelligung. Die SPD Werbung kommt bei mir deshalb auch am besten noch an, weil sie am wenigsten behelligt. Und sogar Wowie muß im wechselnden Motif auf dem Mittelstreifen serviert werden.

Die zentrale SPD-Wahlaussage Berlin verstehen verstehe ich nach wie vor nicht völlig, aber sie bewirkt immerhin keine unangenehmen Gefühle.  Dagegen die verschreckenden Da müssen wir ran und Damit sich was ändert von Grün und Schwarz, das klingt doch ... ja wie klingt das ... na ich würd mal sagen, das klingt wie Wahlkampf.

Für die FDP hats immerhin zu einem Plakat auf Late-Night-Gag-Niveau gereicht. Um es lesen zu können, mußte ich extra anhalten. Für Harald Schmidt würde es wohl reichen. Das wird die Gelben aber zum Glück auch nicht über den Status einer Splitterpartei hinausbringen.

Zumal die Plakataussage so auch nicht zutrifft: Tempo-30 auf Berliner Straßen schwirrt in Politikerhirnen deshalb rum, weil auf diese Weise das Problem des zum Teil katastrophalen Zustandes des Berliner Straßennetzes und des zur Reparatur fehlenden Geldes behoben werden könnte. Es gibt ja schon einzelne 30er Strecken auf maroden Hauptverkehrsstraßen.  

Geheimfavorit für die Wahl ist meines Erachtens aber die PSG, die etwas obskure trotzkistische Partei für Soziale Gerechtigkeit, mit ihrem geforderten Versprechen  nach bedingungslosem Grundeinkommen in Höhe von 1500,- Euro monatlich. Das sind bis zu 2500,- Euro brutto, bedingungslos, für Nichts. Und mit Schwarzarbeit muß das wohl auch nicht verrechnet werden.
Weshalb dann aber auf der Rückseite noch die völlig überflüssige Forderung nach Recht auf Arbeit ?!

Die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen
(BGE) ist so obskur übrigens nicht. In der Schweiz wird es darüber demnächst wohl zu einer Volksabstimmung kommen.

Die Piraten sind gleichfalls für ein BGE. Und vielleicht haben sie ja den Schlüssel für den Wahlsieg.  Das Plakat immerhin spricht einen auf der Straße sehr unmittelbar an. Wenn das auch bei den Nichtwählern, die eventuell gar die größte Partei stellen werden, klappt und sie aktiviert, tja dann ...  

Piratenpartei mag ja charmant sein, Durchschnittsalter 29 und Hauptsache online, aber das mit den Fragen und den Antworten, dachte ich, geht im politischen Wettstreit eigentlich andersherum.
Fragen habe ich selbst genug - oder, soll das heißen, daß ich dann bei den Piraten gerade richtig wäre. Da muß ich ran, will deren Durchschnittsalter aber nicht zu stark anheben.

Weshalb wir uns für eine Weile verziehen, in eine Gegend, in der das ZDF als ein Jugendsender gilt, zur Rehab. Vielleicht klappts bei mir dann aus der Ferne auch mit Berlin verstehen.


Mittwoch, 17. Februar 2010

Ein gefundenes Fressen für Guido

Mit Lotti Gassi gehen ist nicht einfach Spazieren gehen plus Hund-an-Leine.
Man muß verhindern, daß sie x-mal pro Gassigang überfahren wird; man muß im Auge haben, welche anderen Hunde, und vor allem Hundebesitzer, sich in der Nähe aufhalten; man muß Verletzungsherde wie zerbrochene Bierflaschen oder abgelegten Hausratsmüll umschiffen, und man muß last-but-not-least (oder: was-zuletzt-kommt-muß-nicht-das-Letzte-sein) Lotti ständig von Freßbarem am Wegesrand wegzerren.

Sehr beliebt die Packung Margarine, seit mindestens vier Wochen im Angebot, und wetterbedingt immer noch frisch:


Oder dieser Apfelgriebsch - ein, zwei, drei, viermal reingebissen und weg damit; achtlos wird der größere Teil des Obststücks entsorgt. Da muß es ja einer dicke haben, dachte ich anfangs.


Und es wird noch besser. Ein bißchen großzügig Obst und Gemüse eingekauft, und - wir hams ja!  und überhaupt was solls! - wozu in den Müll, gleich unterwegs im Park entsorgt, so schien es mir.


Dazu ein kleines Brotsortiment; bißchen Unterlage bräuchte der Mensch ja auch.

 

Ein Stück Pizza mit Wodka zum Nachspülen rundete das Menü ab.

Und ich kann dann zusehen, war ich etwas voreilig angesäuert, wie ich Lotti im Zaum halte.

 


Das hier war heute vormittag. Schlagartig fuhr es mir da in die Glieder! Zisch! Boing! Dong!
Was, wenn das alles Guido 'The Talib' Westerwelle zu Gesicht bekäme. Das, das wäre - das wäre DAS gefundene Fressen für ihn.

Stell dir nur vor, dachte ich, der besucht hier den Sprengel-Problemkiez - in seiner Eigenschaft als Außenminister nicht undenkbar - und ich hör schon sein Geifern ...
schon immer gesagt Hort der spätweddinger HartzVier Dekadenz ...
schon immer gesagt Leistung muß mehr sein als mit wertvollem Essen um sich zu werfen ...
schon immer gesagt hier sieht  man wo schon immer gesagt sozialistisches Gedankengut schon immer gesagt hinführt ...

Zur Strafe, denke ich mit kaltem Schweiß auf der Stirn, schickt er dann die Taliban Aussteiger hierher ins Viertel.

Sachlich habe ich keine Lust, mich mit diesem fundmentalistischen FDP-Schnösel-Klugscheißer (alles Pleonasmen) GAU-Vizekanzler auseinanderzusetzen, der und dessen Partei seit Jahrzehnten nichts mehr dazulernen:
Dazu verweise ich auf folgende 'unverdächtige' Links:

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,678574,00.html
http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Guido-Westerwelle-Sozialstaat-Mindestlohn;art141,3032619
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,678690-2,00.html

Die meisten Essensreste verschwinden übrigens innerhalb geraumer Zeit wie von selbst. Krähen, Füchse,Tauben, verschiedene Vögel, sie alle machen sich darüber her. Das Brot- und das Obst-Gemüsesortiment oben auf den Bildern macht auch nicht den Eindruck, als wäre es durch achtloses Wegwerfen zustande gekommen, sondern das wurde von jemandem so hindrapiert, auf daß es leicht gefunden wird von den Tieren, die ansonsten gute Chancen hätten zu verhungern.

Herr Vizekanzler der BRD! Solidarität, sogar mit unbekannten frei lebenden Tieren findet man hier.
Is' nix für Sie, oder? Aber Guido, wir wissen, wo dein Auto steht.