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Dienstag, 19. Februar 2013

Kalenderblatt 130219: Hello again!

Di 19.2.13
Zehn Punkte gegen Etikettenschwindel.
Die zehn Punkte sind nur grad wieder rausgekramt worden. Die hatte Seehofer schon mal angebracht. Ich weiß nicht, um was für ein Ernährungsproblem es da gegangen war. Ich weiß ja sowieso nicht mehr, worum es eigentlich geht. 

Möwensee, Rehberge, heute

Offiziell ist offenbar nur von Belang, daß auf sogenannten Ernährungsprodukten nicht drauf steht, etwa: 'Kann Spuren von rumänischen Schindmähren bzw. equestrischen Olympiasiegern enthalten'. 
Mich empört dagegen erneut der offenbar werdende Umgang mit Tieren. Na dann guten Appetit mit der Lasagne Bolognese, die Kilopackung für unter 3 Euro.(EIne 1-Kilo-Eßportion Nudeln mit Sugo bekommt man selbstgemacht locker für drei Euro hin.)

Rehberge heute
Ich bin immer wieder überrascht darüber, wie jemand überrascht sein kann darüber, daß etwas Schnee gefallen ist und sich darüber grämt oder beschwert: Es ist der neunzehnte Februar, und wir befinden uns auf dem 52. Breitengrad. Das bedeutet jahreszeitlich Winter. Und das kann Schneefall bedeuten. Es liegt nicht am Versiegen des Golfstroms. - Zum Vergleich, Berlin liegt leicht nördlicher als Calgary, 1988 Austragungsort der Winter Olympiade.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Kind,schau unter dich

Nun habens wirs.
Der gefürchtete Berliner Winter ist dieser Tage angekommen. Ein italienischer Mitbewohner des Hauses hatte mich schon vor Monaten ängstlich gefragt, ob es hier wirklich so schlimm sei im Winter. Ich beruhigte ihn damals - wider besseren Wissens und weil ich damals im Sommer auch noch nicht dran denken wollte.

Der Winter zeichnet sich einerseits durch viele NICHT und KEIN aus: Es ist nicht kalt, es gibt eher kein Schnee, damit auch keine Chance für wintersportliche Aktivitäten, es ist nicht trocken, es gibt keine gute Luft, es gibt keine Sonne, kein Licht, es ist nicht hell, es macht keinen Spaß draußen rumzulaufen oder zu fahren.


 Lausepark

Dafür zeichnet er sich andererseits durch das aus, was er besser nicht wäre: Es ist feucht, kühl, regnerisch, diesig, neblig, dämmerig, dunkel, trüb.
Schnee fällt schon als Matsch vom Himmel und Licht gibts nicht von der Sonne, sondern von Kerzen und Glühbirnen - pcmäßig von Energiesparlampen.

Sonnenaufgang heute war um 8:04, Sonnenuntergang um 15:52. Dazu kamen dichte Wolken und Hochnebelfelder; der Unterschied zwischen Tag und Nacht und Helligkeit und Dunkelheit ist nicht sehr konturiert.
Eine schreiende Ungerechtigkeit, daß der Süden Deutschlands nicht nur mehr Feiertage hat, sondern zu dieser Jahreszeit viel mehr Tageshelligkeit. Die Zeit zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang ist in München deutlich über eine halbe Stunde länger.

Kind schau unter dich, hätte meine Großmutter in solche Fällen wohl gesagt. Woanders kann es noch schlimmer sein. Dafür bietet sich Trondheim an, die Großstadt im mittleren Norwegen: Dort ging die Sonne heute um 9:44 auf und um 14:35 gleich wieder unter.  Da lohnt es sich kaum, das Licht auszumachen. Und es gibt noch schlimmere Orte. Wer möchte jetzt schon in Murmansk sein?!


Rehberge, hat doch eigentlich auch was Idyllisches

Außerdem, in knapp 2 Wochen ist astronomischer Winteranfang und damit Sonnenwende. Die Tage werden dann rechnerisch wieder länger. Merken wird man das zwar erst ab Ende Januar. Aber immerhin, und jetzt, wird es auch nicht mehr schlechter, paar Minuten noch auf den ganzen Tag. Wir sind also in der Talsohle, und ganz da hinten und ohne sie sehen zu können, man weiß aber, daß es sie geben wird, sind die Lichtstreifen.

 
http://www.gruen-berlin.de/parks-gaerten/gaerten-der-welt/ueberblick/