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Freitag, 8. Februar 2013

Kalenderblatt 130208: Zurück

Fr 8.2.13
Die Arabellion kehrt zurück.

Müllerstraße
Hier ist es nur der Winter, der mit einem besänftigenden Schneeüberzug zurückgekehrt ist und sich in Erinnerung gerufen hat.

Um auf gestern zurückzukommen bin ich vormittags mit Lotti noch mal zurück zum Krematorium Wedding in Sachen Berlinale, Forum Expanded, in dessen Rahmen dort die Veranstaltung 'Waves vs. Particles' zu besuchen ist. (Täglich von 11-19 Uhr.) 

Kulturcampus Ssailint Grien
Aber was heißt hier Krematorium Wedding. Das ist so ein Einheimischenausdruck. Inzwischen handelt es sich ja dabei um einen Campus, ein Kulturquartier, benamt nach seiner Träger-GmbH 'Silent Green'. Nun muß man nicht erst durch Suchmaschinen auf den starken Anklang zu Soylent Green gebracht werden - (beim Suchbegriff  'silent green' werden zuerst Ergebnisse zu 'soylent green' aufgelistet). Soylent Green, aus dem gleichnamigen dystopischen Sci-Fi Film von 1973, ist ein oblaten-, kekshaftes Ernährungsprodukt der Firma Soylent, hergestellt aus Menschenleichen.

Innenhof  Ssailint Grien
Diesen Anklang von Sseulint Grien bei der Umbenennung eines Krematoriums in einen Kulturcampus Ssailint Grien kann ich mir schwer als Zufall vorstellen. Aber wenn damit eine Programmaussage gemacht sein sollte, na dann Prost Mahlzeit! 
Am Sonntag mehr.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Kalenderblatt 130207: Mit Lotti auf der Berlinale

Do 7.2.13
Merkel hat 'volles Vertrauen' in Schavan.
Na gut, das ist natürlich die bekannte Situation, wenn der Präsident eines Fußballclubs dem Trainer das volle Vertrauen ausspricht, dann kann sich der Trainer, sach ich mal, einen neuen Verein suchen gehen.

Heute ist ja Eröffnung der Berlinale gewesen. Bin ich, und zwar auf der Vormittagsrunde, gleich mal mit Lotti hin. Nicht zu irgendsoeinem Mainstream Mist, also sowas wie 'Ein Hund namens Beethoven' oder so, nein wenn schon denn schon, zum Forum, und noch verschärfter, zu einer Veranstaltung des 'Forum Expanded'. Die fand nicht, wie man es bei Filmfestspielen erwarten würde, in einem Lichtspieltheater statt, sondern in diesem speziellen Fall in einem stillgelegten Krematorium, nämlich dem Weddinger. Es lag sowieso auf einer der Vormittagstouren. Waves vs. Particles wurde und wird gegeben; ich glaube, eine Film-Installation. Wir sind aber ehrlich gesagt nur bis in den Vorraum gelangt, da Hunde, was wiederum nicht überraschend war, bei den Filmfestspielen nicht zugelassen sind.
 

Donnerstag, 11. Februar 2010

Wedding goes Glamour

Na das ist doch mal was. Das ist ja ne Überraschung. Das geht runter wie ... irgendwas mit Öl.
Von wegen Problembezirk und deutsche HartzVier-Zentrale. Hier hat jemand das Potential erkannt, das  im Wedding verborgen ist, und zwar nicht nur irgendein Potential, nein gleich den möglichen Glamour-Faktor dieses Schmuddelbezirks. Bravo Gala. Ab sofort für 9,80 € erhältlich, und gleich auf dem ersten Cover eine typische Weddinger Schönheit (über den Rechtschreibfehler bei 'wedding' sehe ich einfach mal hinweg; ist vielleicht der Aufregung der Hochzeitsnacht geschuldet, sollte aber in der zweiten Nummer korrigiert sein):

Bild von www.gala.de

(P.S. Nachtrag am 16.2.10: Unter 'Berlin-Wedding - Aktuelle Nachrichten - 16. Februar 2010' findet sich ernsthaft  der Hinweis auf die Erstnummer der Gala wedding.
http://news.feed-reader.net/46444-berlin-wedding.html
Suchmaschinen können eben ungeheuer blöd sein!)


 Ansonsten gibts nicht so viel Positives zu berichten. Höchstens, daß die Berliner Politik sich nun endlich des Winters annimmt. Spät gefreit hat nie gereut, möchte man da ganz 'Gala wedding'-mäßig zurufen.
"Politiker wollen Gesetz ändern, um extreme Glätte künftig zu verhindern." (Tagesspiegel,11.2.10, vgl auch im folgenden ebda S. 9) Das ist schon mal gut, auch wenn ich nicht weiß, weshalb - wenn man schon dabei ist - das Gesetz nicht gleich so geändert wird, daß Glätte an sich, oder der Einfachheit halber gleich der ganze Winter, verhindert wird.
Die Justizsenatorin hat aber schon mal sofort gehandelt und hat sich zehn Freigänger geschnappt, um vor ihrem Verwaltungsgebäude die Eisplatten aufhacken zu lassen. Obwohl, das betroffene Gebäude von der landeseigenen Immobiliengesellschaft BIM verwaltet wird, die also seit Monaten dafür verantwortlich gewesen wäre, daß sich diese Eisplatten erst gar nicht bilden.
Nun gabs offensichtlich mehrerer Beschwerden - klar, vor öffentlichen Gebäuden ist am wenigsten geräumt worden -  was macht also die BIM? Sie hat eine Arbeitsgruppe gebildet. Das nenne ich kraftvolles Handeln, angesichts von zum Teil wirklich abenteuerlichen Gehwegsverhältnissen. Aber damit nicht genug, nein: "...nach dem Winter sei eine Grundsatzdiskussion über den künftigen Umgang mit dem Thema fällig."  
Gut, lassen wir den Quatsch.

Die Probleme mit der S-Bahn sind auf vergleichbare Art, wenn auch noch nicht sofort, aber im Prinzip und im Grunde praktisch sozusagen so gut wie beinahe fast gelöst. DB-Chef Gruber hat nämlich eine neue Strategie: Kunde, Kunde, Kunde und nochmals Kunde - das ist die neue Strategie. (Tagesspiegel, 11.2.10, S. 21) Nun läßt sich daraus leicht der Umkehrschluß ziehen, was vorher garantiert nicht zur Strategie gehörte.

Doch noch was richtig Gutes: Berlinale, heute ist die 60. Berlinale eröffnet worden. Hab ich glatt noch ein paar Bilder gefunden ...











Na gut, die sind nicht ganz aktuell; sondern aus 2006; dafür aber ohne Schnee.