Dienstag, 1. Juni 2010

Sommer - Sonne - Tralala

M. läßt zur Zeit keine Chance ungenutzt, über das Wetter zu schimpfen. Und sie hat wahrlich sehr viele Chancen. Dabei macht sie den Fehler, das kühle bis kalte, sonnenlose sogenannte Frühlingswetter persönlich zu nehmen. Ich sag dann - aus gegebenen Anlaß auch recht häufig - in dem Versuch, sie aufzuheitern:
Bild' ma'n Satz mit SONNE?! Wenn sie diese rhetorische Aufforderung schon nur im Ansatz hört, ärgert sie sich darüber noch mehr als über das schlechte Wetter:
Son'ne Gemeinheit!

Müllerstraße 1. Juni 2010

Nun ist ab heute Sommer, meteorologisch. Fängt nicht gut an. M. ist auch sofort aufgesprungen und hat ansatzlos begonnen, über den Sommer herzuziehen. Nicht ganz zu Unrecht.
Als ich am Vormittag mit Lotti Gassi war, herrschten frische 9 Grad mit Sprühregen. Wie auch gestern spät abends beim Gassigang zog ich also die Winterjacke an, die nicht nur wärmt und sondern mit der Kapuze vor den auffrischenden feuchten Windböen schützt.
Bild' ma'n Satz mit SOMMER?!
Som'ma noch ein'n trink'n geh'n?

Meteorologischer Sommeranfang, Burgsdorfstraße 2010

War das ein Monat, der vergangene, der Mai.
Der zwar alles andere als überraschende, aber besiegelte Abstieg von Hertha BSC aus der ersten Bundesliga.
Die beidbeinig eingesprungene Schere des Wedding-Ghanaischen 'Prince Kevin I.', der den Kapitän der Deutschen Fußballnationalmannschaft für die WM Teilnahme von der Brücke grätschte.

Natürlich Lovely Lena, die beim ESC/GrandPrix nicht nur nicht auf den roten Laternenplätzen landete, sondern ganz Europa zum Sieg des Contestes für Deutschland becircte, was nicht grad als deutsche Tugend bekannt ist.
(Um zu ermessen, wie gut Lena tatsächlich ist, sing-spiele man mal selbst den Song. Doll ist der nicht. Der singt sich nicht von alleine zum Hit:   http://muzland.ru/en/songs.html?auth=298&song=1 )  

Anderthalb Tage später macht das Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland den Horst und HAT FERTIG. (Der hessische Ministerpräsident 'Dicke Lippe' war ihm da schon einige Tage zuvor zuvorgekommen.)

Das eigentlich Wichtige ist unterdessen aber unterschwellig geschehen, aber auch im Mai. Die EZB, die Europäische Zentralbank, hat im Zusammenhang mit der Griechenland-Krisen-Lösung angefangen, Staatsanleihen aufzukaufen, nämlich solche die vom Schuldner, Griechenland, nicht zurückgezahlt werden konnten. Damit sind die Grundfesten des Euro mal eben über den Haufen geworfen. Denn wo hat die EZB das Geld dafür wohl her? Richtig, aus der Druckerpresse! Damit ist aber auch der 10/20/50/100 € Schein eines jeden Eurobürgers - wie beim Wein, der mit Wasser gestreckt wird - entsprechend verwässert.

Achja, in dem Zusammenhang ist ein  zweiter Rettungsschirm gespannt worden, im Mai. Um unser aller Geld zu sichern!
SOM'MA SON'NE Verarsche glauben? Berlinbanal sagt, nein. Es geht um ganz anderes Geld.

[Fortsetzung folgt]